Bahnverbindung nach Jena

Gestern gab das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft bekannt,
dass man an die DB Regio AG für eine die direkte und schnelle Verbindung zwischen Halle (Saale) und Jena, mit Zwischenhalten in Merseburg, Weißenfels und Naumburg (Saale) Hbf, erteilt habe. Bereits ab Ende 2017 werde die zusätzliche RegionalExpress (RE) Verbindung zwischen den beiden Saalestädten verkehren.

Der Weißenfelser SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben begrüßt diese gemeinsame Beauftragung mit Sachsen-Anhalt mit einem zusätzlichen jährlichen Leistungsumfang von etwa 455.000 Zugkilometern. Funkverstärker verbessern den Mobilfunkempfang. Neu ist auch ein kostenloses WLAN-System.

Erben weist jedoch auf ein Problem hin, dass nunmehr einer beschleunigten Lösung
bedürfe. Der Zug verkehre aus dem Tarifgebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) in das des Verkehrsverbundes Mittelthüringen. Mangels attraktiver Übergangstarife seien die Ticketpreise für Pendler sehr teuer. Das sei ein Nachteil für viele Pendler aus dem Burgenlandkreis. Er führe deshalb Gespräche mit dem MDV, dass es zu günstigeren Übergangstarifen nach Jena kommt.

Erben erklärt hierzu: „In den letzten Jahren sind die Verflechtungen zwischen Jena und Naumburg bzw. Weißenfels deutlich größer geworden. Für viele Menschen aus dem Burgenlandkreis ist Jena Arbeits-oder Studienort. Wegen des schwierigen Wohnungsmarktes wählen diese, zum Vorteil des Burgenlandkreises, nicht Jena als Wohnort. Sie pendeln stattdessen täglich nach Jena zum Arbeits- oder Studienplatz. Viele von ihnen nutzen die Bahn. Die Verbindungen sind bald noch attraktiver. In Anbetracht des Zusammenwachsens der Region verstehen es die Menschen nicht, dass es nicht gelingt, ein besseres Tarifangebot für den Übergang vom MDV-Gebiet nach Jena zu unterbreiten. Ich setze mich dafür ein, dass möglichst bald Abhilfe geschaffen wird.“

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