Erdverkabelung ist die eindeutig beste Lösung für den Burgenlandkreis

Am gestrigen Mittwoch hat der Netzbetreiber 50Hertz seine Planungen für den Verlauf der Gleichstromtrasse Süd-Ost vorgelegt. In Sachsen-Anhalt und damit auch im Burgenlandkreis soll diese in Form von Erdkabeln verlegt werden. Noch vor zwei Jahren war eine Freileitung durch den Burgenlandkreis entlang der Bundesautobahn A9 mit 70 Meter hohen Masten nahe an den Orten Borau, Zorbau, Langendorf, Prittitz und Stößen geplant. Damals wurde von vielen Betroffenen eine Erdverkabelung gefordert. Eine von Sigmar Gabriel (SPD) als Bundeswirtschaftsminister initiierte Gesetzesänderung führte zu einem Vorrang der Erdverkabelung für die durch Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern führende Gleichstromtrasse Süd-Ost. Hierauf fußt die neue Planung von 50Hertz.

Nach der gestrigen Vorstellung der Planungen durch 50Hertz meldete sich Landesumweltministerin Dalbert (Bündnis90/Die Grünen) zu Wort und kritisierte die Erdverkabelung wegen der Umweltauswirkungen für den Boden und der höheren Kosten für die Erdkabel.

Der Weißenfelser Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben, der sich vor Jahren beharrlich für eine Erdverkabelung statt einer Freileitung eingesetzt hat begrüßt die neuen Planungen und kritisiert die ablehnende Haltung von Ministerin Dalbert:

„Man kann nicht erst im Norden auf Teufel komm raus Windräder bauen und dann gegen den Transport des Stroms in den windarmen Süden sein. Viele Bürger im Burgenlandkreis haben eine Erdverkabelung gefordert und sie erreicht. Diese ist tatsächlich teurer als eine Freileitung, ist aber nötig für die Akzeptanz der betroffenen Menschen in unserem Land. Mir fallen viele Dinge ein, die v.a. die Grünen einfordern und die Energiewende unnötig teuer machen. Der Vorrang der Erdverkabelung gehört nicht dazu.“

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