Bau der Ortsumgehung Bad Kösen

Am morgigen Montag kommt Staatssekretär Rainer Bomba (CDU) in Vertretung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) nach Taugwitz im Burgenlandkreis, um im Rahmen eines „Pressetermins“ ein Bauschild zu enthüllen. Es werden allerdings lediglich bauvorbereitende Maßnahmen wie archäologische Grabungen vom Bundesverkehrsministerium finanziert.
Weiter unklar ist, wie es mit dem Gesamtprojekt Umgehungsstraße Naumburg-Bad Kösen weitergeht. Während für die 13 km lange Ortsumgehung Bad Kösen seit Jahren Baurecht besteht, fehlt dieses noch für die fünf Kilometer lange Ortsumgehung Naumburg. Doch der Bundesverkehrsminister macht einen Baubeginn des Projektes in Bad Kösen davon abhängig, dass auch für das Naumburger Vorhaben bestandskräftiges Baurecht vorliegt. Das liegt jedoch in weiter Ferne. Bliebe es bei der Entscheidung von Verkehrsminister Dobrindt liegt ein Baubeginn für Bad Kösen frühestens in mehreren Jahren.
Der Weißenfelser SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben kritisiert deshalb die für Montag geplante Enthüllung eines Bauschildes mit allerlei Politprominenz als reinen Wahlkampftermin für CDU und CSU im Vorfeld der Bundestagswahl. Hier werde den geplagten Anwohnern etwas vorgegaukelt. Wichtiger wäre es, dass die Mittel für den Bau der Ortsumgehung Bad Kösen jetzt freigegeben werden, damit der Bau wirklich losgehen könne.
Erben:

„Die Ortsumgehung Bad Kösen muss endlich B 87 zügig und unabhängig vom Vorhandensein von Baurecht der Ortsumgehung Naumburg realisiert wird. Nur so kann der unerträgliche Verkehrslärm und -staub in der Ortslage Bad Kösen ver-mindert und der Kurbadstatus von Bad Kösen gesichert werden. Jüngst hat Kanzlerin Merkel bemängelt, man könne die vielen Milliarden gar nicht verbauen, weil es an Planungskapazitäten fehle. In Bad Kösen kann sofort gebaut werden, hier braucht man nicht gleich Milliarden, 80 Mio.€ würden schon genügen.“

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