Sachsen-Anhalt muss sich besser für einen flächendeckenden, langanhaltenden Stromausfall rüsten

Im heutigen Tag 2 der Landeskatastrophenschutzübung „THEMIS 2017“ simulieren die Katastrophenschutzbehörden ihr Handeln bei einem flächendeckenden, langanhaltenden Stromausfall. In dem Szenario ist seit der letzten Nacht fast im gesamten Burgenlandkreis der Strom ausgefallen. Die Übung wird als sog. Stabsrahmenübung durchgeführt, d.h. es üben außerhalb der Stäbe keine weiteren Einsatzkräfte.

Der Weißenfelser SPD-Landtagsabgeordnete und innenpolitische Sprecher seiner Fraktion Rüdiger Erben verschaffte sich am heutigen Vormittag einen Ein-blick in die Arbeit des Katastrophenschutzstabes des Burgenlandkreises, der erste Maßnahmen veranlasste, um der dramatischen Konsequenzen eines solchen „Blackout“ Herr zu werden.

Erben warnt schon längere Zeit vor den Problemen, vor denen die Katastrophen-schutzbehörden in Sachsen-Anhalt stehen würden, wenn es zu einem solchen Szenario in der Realität käme. Deshalb hat er auch begrüßt, dass der flächendeckende, langanhaltende Stromausfall in die diesjährige Landeskatastrophenschutzübung eingebaut wurde.

Doch Erben hält schnell weitere Schritte für erforderlich:

„Andere Bundesländer sind uns bei der Bewältigung solcher Lagen deutlich voraus. Dort gibt es landesweite Vorgaben, welche einheitlich Regeln, wie sich die Katastrophenschutzbehörden vor-zubereiten haben. Insbesondere Hessen ist hier ein Vorbild. Hessen ist auch ein positives Beispiel bei der Ausrüstung der Katastrophenschutzbehörden mit mobilen Großaggregaten für die Notstromversorgung. Dort hat jeweils ein Landkreis alleine Kapazitäten wie in Sachsen-Anhalt alle Landkreise zusammen aufbieten können. Deshalb trete ich für ein Landesbeschaffungsprogramm für diese Technik ein. Mit wenigen Millionen Euro könnten wir die Landkreise modern ausrüsten. Bislang sah Innenminister Stahlknecht hierfür keinen Handlungsbedarf. Vielleicht bewirken die Ergebnisse der heutigen Übung ein umdenken.“

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