Sachsen-Anhalt muss sich besser für einen flächendeckenden, langanhaltenden Stromausfall rüsten

Am gestrigen Samstagabend hatte der Ortsverband Naumburg des Technischen Hilfswerkes (THW) zahlreiche Partner im Brand- und Katastrophenschutz, Rettungsdienst und Gefahrenabwehr zu seinem Jahresempfang eingeladen.

Der Weißenfelser Landtagsabgeordnete und innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Rüdiger Erben nutzte sein Grußwort um auf eine besondere Schwäche bei der Katastrophenvorsorge in Sachsen-Anhalt hinzuweisen. Erben warnt schon längere Zeit vor den Problemen, vor denen die Katastrophenschutzbehörden in Sachsen-Anhalt stehen würden, wenn es zu einem flächendeckenden, langanhaltenden Stromausfall käme.

Die jüngste Landeskatastrophenschutzübung „THEMIS 2017“, bei der die Katastrophenschutzbehörden ihr Handeln bei ein solches Szenario simulierten habe deutlich gemacht, dass noch viel unternommen werden müsse, um der dramatischen Konsequenzen eines solchen „Black-out“ Herr zu werden zu können.

Erben hält schnell weitere Schritte für erforderlich: „Andere Bundesländer sind uns bei der Bewältigung solcher Lagen deutlich voraus. Dort gibt es landesweite Vorgaben, welche einheitlich Regeln, wie sich die Katastrophenschutzbehörden vorzubereiten haben. Insbesondere Hessen ist hier ein Vorbild. Hessen ist auch ein positives Beispiel bei der Ausrüstung der Katastrophenschutzbehörden mit mobilen Großaggregaten für die Notstromversorgung. Dort hat jeweils ein Landkreis alleine Kapazitäten wie in Sachsen-Anhalt alle Landkreise zusammen aufbieten können. Deshalb trete ich für ein Landesbeschaffungsprogramm für diese Technik ein. Mit wenigen Millionen Euro könnten wir die Landkreise modern ausrüsten. Das muss Konsequenz der jüngsten Übung sein.“

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