Gleichstromtrasse Süd-Ost

Oberirdische Gleichstrom-Trasse für Weißenfels und Teuchern endgültig vom Tisch

Am heutigen Mittwoch hat die Bundesregierung auf Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) beschlossen, dass für die sog. Gleichstrompassage Süd-Ost Erdkabel generell Vorrang vor oberirdischen Freileitung haben. Bisher hatten Freileitungen den Vorrang und Erdkabel waren die Ausnahme. Wo dies nicht möglich oder sinnvoll ist soll auch auf die Nutzung vorhandener Wechselstromtrassen helfen, eine verträgliche Lösung für die Leitungsführung zu finden.

Damit ist nach Auffassung des Weißenfelser Landtagsabgeordneten Rüdiger Erben eine ortsnahe Freileitung für Weißenfels und Teuchern endgültig vom Tisch. Sollten bestehende Wechselstromtrassen nach Bayern aufgerüstet werden, wären Weißenfels oder Teuchern sowieso nicht tangiert. Sollte es zur Erdverkabelung kommen, wäre diese verträglich entlang der Autobahn 9 zu verlegen.

Dies wird auch durch eine Email des Netzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH vom heutigen Tag bestätigt. In dieser bestätigt er auch gegenüber dem Windparkbetreiber in Prittitz und Gröbitz, dass es entlang der A 9 keine oberirdische Freileitung der Gleichstromleitung geben wird.

Zuvor hatten sich Erben und der Teucherner Bürgermeister Frank Puschendorf in mehrmonatigen Verhandlungen erfolgreich darum bemüht, dass in dem Windpark eine Trasse freigehalten wird und Langendorf, Prittitz oder Gröbitz nicht von einer riesigen Freileitung tangiert werden.

Erben ist erleichtert über diese Entwicklung: „Für die meisten Menschen ist unbestritten, dass die Energiewende nur mit neuen leistungsfähigen Stromtrassen gelingen kann. Diese sollen jedoch so errichtet werden, dass von diesen die Anwohner nicht über Gebühr beeinträchtigt werden. Was sich jetzt abzeichnet, ist gut für die betroffenen Ortsteile von Weißenfels und Teuchern. Der Einsatz hat sich gelohnt.“

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