Illegale Abfallablagerung in Deuben

Entsorgung stockt weiter – bis Jahresende bewegt sich in Naundorf wohl weiter nichts

Nachdem die Beräumung der in Verantwortung des Burgenlandkreises stehenden Abfälle seit Jahres dem Frühjahr gestoppt war, wurde in der September-Sitzung des Kreistages ein Antrag der SPD-Fraktion abgelehnt, für die Beseitigung der illegalen Abfälle 300.000 € zusätzlich im Haushalt zu veranschlagen. Damit hätten noch 2015 die verbliebenen Abfälle beräumt werden können. Das wurde von Landrat Ulrich (CDU) massiv abgelehnt. Stattdessen wurde von der Kreisverwaltung angekündigt, unter Umständen nur noch einen Zaun um die Müllhaufen ziehen zu wollen.

Weitere tausende Tonnen Abfälle, die in Verantwortung des Landesverwaltungsamtes liegen, lagern zusätzlich auf dem Gelände. Im August hat Präsident Thomas Pleye (CDU) mitgeteilt, dass man weitere Abfälle gefunden haben und die Entsorgung zunächst gestoppt habe.

Da sich über Monate nichts tat, machte jetzt der Weißenfelser Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben von seinem parlamentarischen Fragerecht Gebrauch. Er wollte von der Landesregierung Auskunft, wie es mit der Entsorgung der Abfälle in Naundorf weitergeht.

Seit gestern liegt die Antwort (siehe Anlage) vor. In dieser räumt Umweltminister Aeikens (CDU) ein, dass man zunächst bis zum Jahresende lediglich prüfen wolle, welche Gefahr noch bestehe. Zu der Frage, wann eine vollständige Beräumung der Abfälle erfolge, gibt Aeikens überhaupt keine Auskunft.

Erben ist verärgert über das weiter so zögerliche Vorgehen des Landesverwaltungsamtes, was offensichtlich mit Rückendeckung des Umweltministers erfolge.

Erben: „Im August 2014 haben Landrat Ulrich und Präsident Pleye gemeinsam der Öffentlichkeit versprochen, die Beräumung würde bis Ende 2014 erfolgen. Eingelöst wurde das noch immer nicht und es erhärtet sich bei mir der Verdacht, dass beide über die Sache in Naundorf Gras wachsen lassen wollen und dafür sogar die Unterstützung des Ministers haben. Was in Deuben passiert, war und ist illegal. Wahrscheinlich ist Deuben einfach zu weit von Naumburg entfernt. Diese Zustände würden vor der Haustür der Kreisstadt sicher nicht so lange akzeptiert.“

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