IGBCE-Ortsgruppe Hohenmölsen

Gewerkschafter diskutieren mit Politkern

Am gestrigen Freitagabend trafen sich 70 Mitglieder der Ortsgruppe Hohenmölsen der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) im Soziokulturellen Zentrum „Lindenhof“ der Stadt Hohenmölsen zu ihrer traditionellen Jahresendversammlung.

Seit vielen Jahren berichten auf dieser Veranstaltung die jeweiligen Bürgermeister der Stadt Hohenmölsen und der Weißenfelser SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben zu ihrer politischen Arbeit und stellen sich den Fragen der Mitglieder.

So waren in diesem Jahr Bürgermeister Andy Haugk gemeinsam mit Erben Gast der IGBCE-Ortsgruppe.

Während im Mittelpunkt des Berichtes von Bürgermeister Haugk kommunalpolitische Fragen standen, spannte Erben zunächst den Bogen von den großen energiepolitischen Fragen zur Sicherung der Arbeitsplätze im mitteldeutschen Braunkohlenrevier und einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung. Erben, der selbst IGBCE-Mitglied ist, hatte im letzten Sommer 2015 für Sachsen-Anhalt den Energiekompromiss zwischen Energieunternehmen und Bundesregierung mit ausgehandelt und bot den Gewerkschaftern einen Blick hinter die Kulissen der Verhandlungen, die letztlich tausende Arbeitsplätze sichern konnten.

Auch war die Sicherheitslage in Sachsen-Anhalt ein Thema. Erben verlangte eine Kehrtwende bei der Polizei. Die Strukturveränderungen von Innenminister Stahlknecht (CDU) habe zahlreiche negative Auswirkungen gehabt. Die Menschen müssten in Notfällen immer länger auf einen Funkstreifenwagen warten, die Kriminalitätsbelastung steige und die Aufklärungsquote gehe in den Keller.

Erben: „Die Menschen haben einen Anspruch darauf, dass sie auch persönlich erfahren können, was Politiker in Rathäuser oder Parlamenten tun. Deshalb stelle ich mich jedes Jahr gerne der Diskussion mit den Kollegen der IGBCE. Gerade energiepolitisch war 2015 ein spannendes Jahr und deshalb gab es auch viel zu berichten.“

 

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