Rettungsdienst im Burgenlandkreis

SPD-Fraktion verlangt Bericht des Landrates zur Nichteinhaltung der Hilfsfristen im Rettungsdienst im Raum Zeitz

Erben: Gesetzliche Hilfsfristen müssen überall eingehalten werden, denn es geht um Menschenleben

Die SPD-Kreistagsfraktion reagiert auf Medienberichte aus der letzten Woche, wonach die gesetzlichen Hilfsfristen von zwölf Minuten beim Einsatz eines Rettungstransportwagen (RTW) im Zuständigkeitsbereich der Rettungswache Zeitz deutlich überschritten würden und bei der Anforderung eines Notarztes erhebliche Probleme bei der Einhaltung der Zwanzig-Minuten-Frist bestehen sollen.

Aussagen der Kreisverwaltung zufolge, die in dem Beitrag wiedergegeben werden, wurde die Notarzt-Hilfsfrist mit 95,56 % gerade noch gesetzeskonform eingehalten, die für den RTW jedoch lag mit 85,25 %   deutlich unter den gesetzlichen Mindestvorgaben.

Auf Initiative von SPD-Kreisrat Uwe Kraneis, Bürgermeister der Zeitzer Nachbargemeinde Gutenborn hat die SPD-Kreistagsfraktion heute die Aufnahme des Themas in die Tagesordnung der nächsten Kreistagssitzung am 14.12.2015 verlangt. Dort soll Landrat Ulrich (CDU) berichten, ob diese Meldungen zutreffen, wie sich die Hilfsfristen im Laufe des Jahres 2015 entwickelten und was seitens des Burgenlandkreis unternommen wird, um die gesetzlichen Vorgaben aus § 7 Abs.4 des Landesrettungsdienstgesetzes einzuhalten.

Hierzu erklärt der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Rüdiger Erben: „Es geht hier nicht um irgendeine statistische Größe, es geht im Leben und Gesundheit der Menschen im Burgenlandkreis. Da kann jede Minute zählen. Deshalb sind die gesetzlichen Vorgaben auch so streng. Wir wollen wissen, was an den Meldungen dran ist und wie mögliche Sicherheitslücken geschlossen werden sollen.“

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