Rettungsdienst im Burgenlandkreis

Erben: Gesetzliche Hilfsfristen müssen überall eingehalten werden, denn es geht um Menschenleben

Ende November war durch Medienberichte bekannt geworden, das die gesetzlichen Hilfsfristen von zwölf Minuten beim Einsatz eines Rettungstransportwagen (RTW) im Zuständigkeitsbereich der Rettungswache Zeitz deutlich überschritten würden und bei der Anforderung eines Notarztes erhebliche Probleme bei der Einhaltung der Zwanzig-Minuten-Frist bestehen sollen. Aussagen der Kreisverwaltung zufolge, die in dem Beitrag wiedergegeben werden, wurde die Notarzt-Hilfsfrist mit 95,56 % gerade noch gesetzeskonform eingehalten, die für den RTW jedoch lag mit 85,25 % deutlich unter den gesetzlichen Mindestvorgaben.

Auf Antrag der SPD-Kreistagsfraktion musste Landrat Ulrich (CDU) in der heutigen Sitzung des Kreistages hierzu berichten.

Er räumte die Probleme bei der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben im Burgenlandkreis ein. Er berichtete, dass die Einhaltung der Hilfsfrist für den RTW im Burgenlandkreis insgesamt mit 82,28 % noch schlechter sei.

Um die Hilfsfristen im Raum Zeitz zukünftig einhalten zu können, habe man als vorläufige Maßnahmen entschieden, tagsüber einen zweiten RTW in der Rettungswache Zeitz vorzuhalten.

Hierzu erklärt Rüdiger Erben, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion: „Es ist gut, dass die Kreisverwaltung nun reagiert hat und die Rettungsmittel zumindest im Raum Zeitz aufgestockt hat. Es stimmt allerdings bedenklich, dass nicht schon viel früher reagiert wurde, zumal es Probleme auch an anderen Stellen im Burgenlandkreis gibt. Es geht bei den Hilfsfristen nicht um irgendeine statistische Größe, es geht im Leben und Gesundheit der Menschen im Burgenlandkreis. Da kann jede Minute zählen. Deshalb sind die gesetzlichen Vorgaben auch so streng. Tun sich Sicherheitslücken auf, dann müssen diese schnell geschlossen werden. Wir werden an dem Thema im Kreistag dranbleiben.“

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