Landtagsdebatte zu Truppenübungsplätzen

Erben: Soldaten der Bundeswehr müssen die Erfüllung ihres Auftrages auch üben dürfen

Am heutigen Donnerstag debattierte der Landtag von Sachsen-Anhalt auf Antrag der Fraktion DIE LINKE zur Zukunft der Truppenübungsplätze der Bundeswehr in Sachsen-Anhalt. Gefordert wurde in dem Antrag u.a. ein Konzept und ein Zeitplan für die Schließung der Truppenübungsplätze in Klietz (Landkreis Stendal) und Altengrabow (Landkreis Jerichower Land).

Hierzu äußert sich Rüdiger Erben, parlamentarischer Geschäftsführer und innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt:

„Auch nach Jahrzehnten des Friedens in Mitteleuropa hat die Bundeswehr den Auftrag der Landesverteidigung. Der Deutsche Bundestag schickt Soldatinnen und Soldaten in teils sehr gefährliche Auslandseinsätze. Wir erwarten wie selbstverständlich, dass die Bundeswehr den zivilen Behörden im Katastrophenfall professionelle Hilfe leistet. Auf all diese Aufträge müssen sich die Soldaten vorbereiten. Alles andere ist unverantwortlich. Truppenübungsplätze sind für das Training der Bundeswehr unverzichtbar. In Klietz und Altengrabow befinden sich modernste Anlagen dieser Art. In strukturschwachen Gebieten finden zahlreiche Sachsen-Anhalter Arbeit als Zivilbeschäftigte an diesen Standorten. Örtliche Handwerker und Gewerbetreibende erledigen dort Aufträge. Die Übungsplätze genießen eine hohe Akzeptanz unter der örtlichen Bevölkerung und die Bundeswehr fühlt sich dort gut aufgehoben. Daran wollen wir nichts ändern.“

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