Konsequenz von Oberbürgermeister Robby Risch verdient hohe Anerkennung

Am heutigen Nachmittag fand am Obelisken im Weißenfelser Stadtpark eine  Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus statt.
Zu dieser stieß auch der Weißenfelser AfD-Landtagsabgeordnete Spiegelberg. Dies stieß auf deutlich bemerkbares Missfallen der zahlreichen Teilnehmer. Anlass hierfür waren die
jüngsten Äußerungen des AfD-Politikers Höcke, der das Berliner Mahnmal für die ermordeten Juden Europas als „Mahnmal der Schande“ bezeichnet hatte und eine Wende in der Gedenkkultur „um 180 Grad“ verlangt hatte.

Vor der Niederlegung der Kränze verlangte der einladende Oberbürgermeister von
Spiegelberg, dass dieser sich zunächst von den Forderungen von Höcke distanziere, dann
auch seinen Kranz niederlegen könne. Das tat Spiegelberg nicht, sondern bezeichnete die
Anwesenden als „Rotfaschisten“. Daraufhin konnte Spiegelberg auch seinen Kranz nicht
niederlegen und verließ die Veranstaltung.

Teilnehmer der Gedenkveranstaltung war auch der Weißenfelser Landtagsabgeordnete
Rüdiger Erben. Erben erklärt zu dem oben geschilderten Vorgang:

„Ich danke Oberbürgermeister Risch für seine Konsequenz. Spiegelberg hatte Gelegenheit sich von Höcke zu distanzieren. Er tat es nicht. Wer sich nicht klar von der rechten Hetze des Höcke distanziert und mit einem Kranz um Gedenken an die Nazi-Opfer erscheint, der will provozieren und verhöhnt die Opfer. Am Obelisken steht auch der Name von Franz Engel. Franz Engel war 1933 SPD-Vorsitzender im Weißenfelser Unterbezirk und kam im Konzentrationslager zu Tode. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Höcke-Freund Spiegelberg zu seinen Ehren einen Kranz dort niederlegt. Schon gar nicht kann ich mir als Nachfolger von Franz Engel vorstellen, dies mit ihm Seite an Seite zu tun.“

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben