Braunkohleveredlung

Erben: Bin froh, dass Deuben kein Technikmuseum, sondern ein lebendiger Industriestandort ist

Am Mittwochvormittag besuchte der Weißenfelser SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben die Brikettfabrik der MIBRAG in Deuben. Seit Mai 2018 werden dort für das Schwesterunternehmen der MIBRAG, die Lausitzer Energie AG (LEAG) Brikett gepresst.

Die Brikettfabrik läuft bereits seit 1936. Die damals eingebauten, dampfbetriebenen Pressen laufen nach 82 Jahren immer noch störungsfrei und produzieren Briketts in höchster Qualität. Die Braunkohle für die Brikettherstellung kommt, wegen des hohen Schwefelgehalts der mitteldeutschen Braunkohle, aus dem Lausitzer Revier.

Erben hatte den Besuchstermin am Veredlungsstandort Deuben, an dem neben Brikett auch Kohlestaub für die Zementindustrie herstellt wird, nicht zufällig ausgewählt. Zurzeit geht es in den Verhandlungen in Berlin um die Zukunft der Braunkohlereviere. Hierzu gehört für ihn auch die weitere stoffliche Nutzung der Kohle, wenn sie in Jahrzehnten nicht mehr in Kraftwerken verstromt werden sollte. Er will sich dafür einsetzen, dass die mitteldeutschen Tagebaue wie geplant ausgekohlt und die Kraftwerke in Schkopau und Lippendorf auch solange weiterlaufen können. Aber auch danach sieht er eine Zukunft für die Braunkohle, z.B. als Rohstoff in der chemischen Industrie.

Erben: „Ich bin sehr froh, dass die Brikettfabrik in Deuben kein Technikmuseum, sondern ein lebendiger Industriestandort ist. Es geht dort nicht nur um ein paar zehntausend Tonnen Brikett im Jahr, es geht auch um die Versorgung der hiesigen Zementindustrie mit Kohlestaub und es geht um Deuben als Industriestandort. Ich setze darauf, dass dort bis in die weite Zukunft Kohle veredelt wird und auf das hervorragend geeignete Industrieareal in den nächsten Jahren neue Impulse bekommt. Dazu müssen jetzt die richtigen Weichen in der sog. Kohlekommission gestellt werden. Ich will mich dafür einsetzen, dass dies gelingt.“

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