Rettungsdienst im Burgenlandkreis

Erben: Die 100 Tage-Bilanz der Johanniter Unfall-Hilfe ist positiv

Vor ziemlich genau 100 Tagen, in der Nacht zum Ostersonntag, übernahm die Johannitier-Unfall-Hilfe für den Bereich Naumburg den Rettungsdienst. Die kurzfristige Neuerteilung der Konzessionen durch den Kreistag war notwendig geworden, nachdem der Verwalter der insolventen Rettungsdienst Burgenlandkreis gGmbH, einer Tochtergesellschaft der DRK-Kreisverbände Weißenfels und Naumburg/Nebra, wenige Wochen zuvor erklärt hatte, den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft zum 31.03.2018 einzustellen und damit für den Bereich Naumburg ab Ostersonntag kein Rettungsdienst mehr gewährleistet gewesen wäre.

Am Mittwochmittag besuchte der Weißenfelser SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben die nunmehrige Interims-Rettungswache der JUH auf dem Naumburger Betriebsgelände der PVG Burgenlandkreis. Gemeinsam mit dem Vorstand des JUH-Landesverbandes Sachsen-Anhalt/Thüringen Andreas Weigel informierte er sich über die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter in der vor wenigen Tagen in Betrieb gegangenen Interims-Rettungswache. Zuvor war die unzureichende Unterbringung in der Bad Kösener Borlachschule aufgegeben worden. Zugleich konnte JUH-Chef Weigel berichten, dass die Flotte fabrikneuer Fahrzeuge für die Rettungswachen in Naumburg und Eckartsberga kurz vor der Auslieferung steht.

Erben zeigte sich erleichtert, dass mit der Interims-Rettungswache auf dem Betriebshof der PVG deutlich bessere Unterbringungsbedingungen für die JUH-Mitarbeiter geschaffen wurden, auch wenn es zunächst nur ein Container-Bau ist.

Aus seiner Sicht komme es jedoch darauf an, dass jetzt schnell die Weichen für den neuen und dann dauerhaften Rettungswachen-Standort in der Naumburger Fröbelstraße gestellt und dort mit den Baumaßnahmen begonnen wird.

Erben: Innerhalb so kurzer Zeit, den Rettungsdienst in Naumburg und Umgebung zu übernehmen, war ein organisatorischer Kraftakt, denn die JUH sehr gut gemeistert hat. Die Bedingungen in Bad Kösen waren unzureichend. Sie waren schlecht für die Mitarbeiter und die Lage gefährdete die Einhaltung der Hilfsfristen. Das hat sich mit dem Umzug auf den Betriebshof der PVG erst einmal verbessert. Doch jetzt gilt es für die neue Naumburger Rettungswache Nägel mit Köpfen zu machen.“

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