Altenpflege im Burgenlandkreis

Erben: Das Prinzip „Ambulant vor stationär“ ist zwar gut und rich-tig, wir werden aber zusätzliche Pflegeheimplätze im Burgenlandkreis benötigen

Der Weißenfelser Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben hatte sich in diesem Sommer u.a. den Besuch von Pflegeheimen und Pflegedienstleistern als Schwerpunkt gesetzt. So besuchte er in den letzten Wochen sieben Pflegeheime und Pflegedienste von Wohlfahrtsorganisationen, Kirchen und privaten Trägern im Burgenlandkreis. Den Reigen seiner Besuche beendete er am Freitag dieser Woche mit einem gemeinsamen Besuch mit Sozialstaatssekretärin Beate Bröcker im Altenhilfezentrum Sankt Georg-Stift der Diakonie Naumburg-Zeitz in Teuchern.

Rüdiger Erben räumt freimütig ein, in Gesundheits- und Pflegefragen kein Fachmann zu sein und so war er als Lernender, Zuhörer und Fragesteller in den Einrichtungen unterwegs. Die Probleme der Pflege im Allgemeinen interessierten ihn dabei genauso wie die lokale Situation im Burgenlandkreis im Speziellen. Neben der Personalgewinnung drehten sich die Gespräche immer wieder um die Frage, wie viele stationäre Pflegeheimplätze zukünftig in der hiesigen Region benötigt würden. Aus Gesprächen mit Bürgern des Burgenlandkreises kennt Erben die Fälle, wenn Angehörige plötzlich verzweifelt nach einem Pflegeheimplatz für einen alten Menschen suchen, der aus dem Krankenhaus entlassen wird und nicht mehr in seiner häuslichen Umgebung gepflegt werden kann. Dann zeige sich, wie knapp die stationären Pflegekapazitäten mittlerweile geworden seien, obwohl in den letzten zwanzig Jahren viele neue Pflegeheime entstanden sind.

Deshalb fordert Erben, dass man im Burgenlandkreis einen besseren Überblick benötige, wie sich in den nächsten Jahren der Bedarf an stationären Pflegeplätzen entwickeln werde und wo der Bau bzw. die Erweiterung notwendig und sinnvoll sei.

Erben: „Das Prinzip, dass die Pflegebedürftigen möglichst lange in ihrer häuslichen Umge-bung ambulant versorgt werden sollen, ist zwar gut und richtig. In den letzten Jahren kam es aber offensichtlich zu einer deutlichen Verknappung der stationären Pflegeplätze, so dass mittlerweile Angehörige verzweifelt nach einem Heimplatz suchen müssen. Niemand kann sagen, wie viele Plätze wirklich fehlen, aber das Problem ist offensichtlich. Deshalb wird die SPD zunächst im Kreistag aktiv werden und eine Pflegestrukturplanung beantragen. Wenn der Bedarf feststeht, muss es gelingen, zusätzliche Kapazitäten aufzubauen, damit in unse-rer Region kein Notstand bei Heimplätzen eintritt.“

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