Übergangstarife zwischen dem Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) und dem Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT)

Auch die Thüringer Landesregierung will kundenfreundliche Tarife für Pendler nach Jena und Gera unterstützen

Bereits im Sommer 2017 hatte der Kreistag des Burgenlandkreises auf Antrag der SPD-Kreistagsfraktion den Beschluss „Kundenfreundliche Übergangstarife zwischen dem Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) und dem Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT)“ gefasst.

Hintergrund der Initiative ist, dass in den letzten Jahren die Verflechtungen zwischen Jena und Naumburg bzw. Weißenfels deutlich größer geworden seien. Für viele Menschen aus dem Burgenlandkreis ist Jena Arbeits- oder Studienort. Wegen des schwierigen Wohnungsmarktes wählten diese, zum Vorteil des Burgenlandkreises, nicht Jena als Wohnort. Sie pendeln stattdessen täglich nach Jena zum Arbeits- oder Studienplatz. Viele von ihnen nutzen die Bahn. Traditionell gibt es eine solche Verflechtung auch im Raum Zeitz. Auch dort pendeln täglich zahlreiche Menschen aus dem Raum Zeitz zu Arbeit oder Ausbildung in die Stadt Gera. In Anbetracht des Zusammenwachsens der Region verstehen es die Menschen nicht, dass es nicht gelingt, ein besseres Tarifangebot für den Übergang vom MDV-Gebiet in das benachbarte VMT-Gebiet zu unterbreiten.

Da im letzten Jahr keine greifbaren Ergebnisse erzielt werden konnten, ergriff der Vorsit-zende der SPD-Kreistagsfraktion und Weißenfelser Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben gegenüber der Thüringer Landesregierung die Initiative. Sofort unterstützte der Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) die Initiative aus dem Nachbarland Sachsen-Anhalt. Seit dieser Woche liegt auch die Antwort der Thüringer Ver-kehrsministerin Birgit Keller (Linke) vor. Auch sie unterstützt die Initiative und hat die zuständige Abteilung ihres Ministeriums beauftragt, diese zu prüfen und mit dem VMT sowie dem MDV in Verhandlungen zu treten.

Der SPD-Politiker Rüdiger Erben ist froh, dass jetzt endlich auch im benachbarten Frei-staat Bewegung in die Sache kommt: „Unsere Region wächst zwischen Leipzig, Halle, Jena und Gera immer weiter zusammen. Wenn wir wollen, dass die Pendler nicht alle mit dem eigenen Pkw zu Schule, Studium oder Arbeit fahren, dann muss das Angebot auf der Schiene attraktiv sein und die Länder- und Verkehrsverbundzonen dürfen nicht trennen, sie müssen verbinden. Wir möchten erreichen, dass die Tarifangebote von Weißenfels nach Jena oder von Zeitz nach Gera bald genauso attraktiv wie von Weißenfels nach Halle oder von Zeitz nach Leipzig sind.“

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