Kampfmittelbeseitigungsdienst

SPD-Politiker: Die Kampfmittelberäumung in unseren Wäldern wird noch Jahrzehnte dauern, aber sie muss vor allem jetzt angegangen werden

Am Freitagvormittag besuchte Rüdiger Erben, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt gemeinsam mit seinem Altmärker Kollegen Jürgen Barth den Standort des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Sachsen-Anhalt im Gardelegener Ortsteil Hottendorf. Dort wurden sie vom Leitenden Kriminaldirektor Peter Reisse, Leiter der neugebildeten Polizeiinspektion Zentrale Dienste und seinen Mitarbeitern über die aktuellen Herausforderung bei der Kampfmittelräumung in Sachsen-Anhalt informiert und mit dessen technischen Möglichkeiten bei der Unschädlichmachung der Kampfmittel am Standort Hottendorf vertraut gemacht.

Anlass und Schwerpunkt des Besuches der Abgeordneten war jedoch die weiterhin hohe Kampfmittelbelastung vieler Wälder in Sachsen-Anhalt. Bei den großen Waldbränden im letzten Sommer wurden die Ausmaße offenbar. Die Feuerwehren konnten oft nichts gegen die Waldbrände tun, weil die Wälder auch fast drei Jahrzehnte nach Ende von deren militärischer Nutzung nicht von alter Munition beräumt sind.

Erben: „Der Bund muss endlich seine nicht mehr militärisch genutzten Bundesforsten von Kampfmitteln freiräumen lassen, damit diese auch bei Waldbränden keine Gefahr mehr darstellen. Teilweise liegt die Munition seit über 75 Jahren in den Wäldern und hat nichts von ihrer Gefährlichkeit eingebüßt, im Gegenteil. Die Beräumung wird sicher Jahrzehnte dauern, doch sie muss jetzt angegangen werden. Die Kompetenz hierfür ist in Sachsen-Anhalt vorhanden, doch der Bund muss endlich finanziell und organisatorisch die Weichen stellen.“

Barth: „Wir haben im Gardelegener Ortsteil Hottendorf die technischen Voraussetzungen und qualifizierte Mitarbeiter, um bei der Beräumung der nicht mehr militärisch genutzten Waldflächen im nächsten Jahrzehnt gute Fortschritte zu erzielen. Das muss passieren, denn die Waldbrände 2018 haben nochmal deutlich gemacht, welch tickende Gefahren in unseren Wäldern liegen.

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben