Bahnstrecke Leipzig-Zeitz-Gera

Erben: Realistische Ziele setzen

Heute berichtet die Mitteldeutsche Zeitung u.a. dazu, dass die Landesregierungen von Sachsen und Sachsen-Anhalt sehr unterschiedliche Auffassungen zur Ertüchtigung der Bahnstrecke Leipzig-Zeitz-Gera im Rahmen des Strukturwandels im Mitteldeutschen Braunkohlereviers haben und diese auch gegenüber der Bundesregierung vor-getragen haben. Während der Freistaat Sachsen eine Einbindung der Strecke in das mitteldeutsche S-Bahn-Netz mittels wasserstoffbetriebener Fahrzeuge favorisiert, möchte Sachsen-Anhalt eine komplette Elektrifizierung der Strecke durch den Bund erreichen. Wegen dieser Uneinigkeit wird befürchtet, die Strecke können bei den Maßnahmen des Bundes ganz unberücksichtigt bleiben.

Für den Weißenfelser SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben ist eine Elektrifizierung der Strecke ein unrealistisches Ziel, er plädiert deshalb für eine Ertüchtigung der Strecke durch eine Nutzung von Wasserstoffantrieben:

„Wir brauchen eine Lösung für die S-Bahn-Einbindung in wenigen Jahren und nicht eine in der sehr fernen Zukunft. Für die Elektrifizierung würden wahrscheinlich zwanzig und mehr Jahre ins Land gehen. Die Nutzung der Wasserstoff-Fahrzeuge auf der Strecke würde auch völlig neue Perspektiven für die Strecke Zeitz-Weißenfels eröffnen und deren Einbindung in das S-Bahn-Netz ermöglichen. Natürlich mag es auch für den Industriepark Zeitz vorteilhaft sein, einen elektrifizierten Gleisanschluss zu bekommen. Doch aktuell wäre man dort schon froh, wenn man nach fast sechs Jahren Unterbrechung überhaupt von Zeitz nach Tröglitz gelangen könnte.“

1 Antwort

  1. Eine Empfehlung meiner seite, wenn so die Herrn, sich mit der thüringer bahn initiative auseinandersetzen.

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