Flusslandschaft des Jahres 2020/21

Weiße Elster soll Flusslandschaft des Jahres 2020/21 werden

Die Bewerbung der Weißen Elster zur Flusslandschaft des Jahres 2020/21 steht kurz vor dem Abschluss. Im Crossener Klubhaus fand heute die letzte Beratung zwischen den beteiligten Akteuren gemeinsam mit der Greizer Landtagsabgeordneten und Thüringer Finanzministerin, Heike Taubert und dem Weißenfelser Abgeordneten und Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, Rüdiger Erben, statt.

In ihren Eingangsstatements machten sowohl Taubert als auch Erben klar, welch große Chance die Weiße Elster mit dem Titel Flusslandschaft des Jahres 2020/21 erhielte.

„Seit dem starken Hochwasser 2013 hat sich die Region um die Weiße Elster, zum Beispiel in Zeitz schon deutlich entwickeln können. Mit der Bewerbung um die Flusslandschaft des Jahres wird nun ein weiterer Schritt getan, um zum einen den Hochwasserschutz auszubauen und zum anderen die Landschaft entlang des ‚blauen Bands durch den Osten‘ als Natur- und Erholungsort erlebbar zu machen“, so Heike Taubert.

 

„Flusslandschaft des Jahres ist ein super Label, was man der Weißen Elster anheften kann, um all die Pläne, die wir haben, auch zielgerichtet umsetzen zu können“, so Rüdiger Erben.

Zu den Plänen gehören neben den im Plan befindlichen Hochwasserschutz auch die Weiterentwicklung des Tourismusbereiches. Die Umsetzung der Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserinfrastruktur (Kanutreppen, Bootsanlegestellen etc.), die im Burgenlandkreis bereits auf den Weg gebracht wurden, oder auch die Wiederherstellung eines guten Gewässers, welches Voraussetzung für die Ansiedlung von unterschiedlichen Fischarten ist. All diese Dinge rücken aufgrund der Bewerbung zur Flusslandschaft des Jahres in den Mittelpunkt. Für die Weiße Elster, die in der Vergangenheit eine bewegte Geschichte hinter sich hat, (Braunkohletagebau, Verengung des Flussbettes oder auch Begradigung) bedeutet dies eine ungeteilte Auf-merksamkeit, die es zu nutzen gilt.

Die letzten noch zu beratenden Themen, die in den Antrag zur Flusslandschaft des Jahres mit Eingang finden sollten, waren das Hochwasser von 2013 und die Auswirkungen auf die Stadt Zeitz, der Stand der Planung zur Gewässerentwicklung der Weißen Elster an der nördlichen Landesgrenze Thüringens und die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und der EU-Hochwasser-Risiko-Management-Richtlinie an der „Weißen Elster“.

Der Antrag für die „Flusslandschaft des Jahres“, der in Kooperation mit den Natur-Freunden Gera und Akteuren aus Verwaltung, kommunalen Ehrenämtern sowie Vereinen und Verbänden gestellt wird, muss bis zum 30. Juni 2019 eingereicht werden.

Rüdiger Erben fasste in seinem Schlussstatement anschaulich zusammen, was die Weiße Elster für eine Bedeutung hat: „Die Weiße Elster steht exemplarisch für alles, was man sich vorstellen kann, wenn Fluss und Mensch zusammen kommen“. In diesem Sinne wünschten die Beteiligten sich, dass die Bewerbung am Ende erfolgreich ist, damit das Potenzial des Titels Flusslandschaft vollumfänglich genutzt werden kann.

 

Hintergrund:
Die NaturFreunde Deutschlands (NFD) und der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) rufen im Abstand von zwei Jahren eine neue „Flusslandschaft des Jahres“ aus. Ziel ist es, die Bevölkerung auf die ökologische, ökonomische und soziokulturelle Bedeutung der Flüsse und der sie umgebenden Landschaft aufmerksam zu machen. Ebenso sollen Maßnahmen zur Erhaltung, zum Schutz und zur Renaturierung von Flusslandschaften und ihrer Lebensgemeinschaften initiiert, Arbeiten zum Wie-dererreichen einer hohen Durchgängigkeit unterstützt und naturnahe Wander- und Erholungsgebiete gefördert werden.

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