Waldbrandschutz

Erben: „Es ist klar, was zu tun ist, jetzt muss gehandelt werden“

Schon wieder halten großflächige Waldbrände Feuerwehren und Behörden im benachbarten Brandenburg in Atem. In den letzten Tagen hat es auch erste Waldbrände in Sachsen-Anhalt gegeben. Rüdiger Erben, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, befürchtet, dass dies nur die Vorboten eines erneuten Sommers mit zahlreichen Vegetationsbränden sind. Er drängt deshalb auf entschiedenes Handeln durch die Bundesregierung genauso wie durch das Landwirtschaftsministerium und das Innenministerium in Sachsen-Anhalt.

Die SPD-Landtagsfraktion hatte vor einigen Monaten ihre Vorschläge zur besseren Vorsorge und Bekämpfung von Vegetationsbränden vorgelegt, die sie gemeinsam mit Fachleuten aus der Praxis erarbeitet hat (siehe Anlage). Zentral ist für Erben dabei, dass endlich eine Kampfmittelräumung in den Wäldern Sachsen-Anhalts erfolgt. Bei den großen Waldbränden im letzten Sommer wurden die Ausmaße offenbar. Die Feuerwehren konnten oft nichts gegen die Waldbrände tun, weil die Wälder auch fast drei Jahrzehnte nach Ende von deren militärischer Nutzung nicht von alter Munition beräumt sind.

Erben: „Der Bund muss endlich seine nicht mehr militärisch genutzten Bundesforste von Kampfmitteln freiräumen lassen, damit diese auch bei Waldbränden keine Gefahr mehr darstellen. Teilweise liegt die Munition seit über 75 Jahren in den Wäldern, hat jedoch nichts von ihrer Gefährlichkeit eingebüßt, im Gegenteil. Die Beräumung wird sicher Jahrzehnte dauern, doch sie muss jetzt angegangen werden. Die Kompetenz hierfür ist in Sachsen-Anhalt vorhanden, doch der Bund muss endlich finanziell und organisatorisch die Weichen stellen.“

SPD-Forderungen zu Vegetationsbränden

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