Waldbrandschutz

Erben: Die letzten Sommer haben gezeigt, wo in Sachsen-Anhalt die Defizite sind. Jetzt muss gehandelt werden.

Am Freitagvormittag besuchte Rüdiger Erben, parlamentarischer Geschäftsführer und innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt die Gemeinde Elbe-Parey. Dort wurde er von Bürgermeisterin Nicole Golz, Gemeindewehrleiter Steve Flügge, dessen Jerichower Kollegen Ralf Braunschweig, Forstamtsleiter Peter Sültmann und Revierleiter Steffen Lieder über die Herausforderungen, die von den beiden Gemeinden und ihren Feuerwehren bei den Wald- und Feldbränden der letzten Sommer zu bewältigen waren, informiert.

Rüdiger Erben hatte sich in den letzten Monaten bereits in den hauptbetroffenen Feuer-wehren in den Landkreisen Wittenberg und Stendal informiert, die 2018 von größeren Waldbränden heimgesucht worden waren, einen Überblick verschafft. Er hatte in den letzten Jahren immer wieder auf Defizite beim Waldbrandschutz in Sachsen-Anhalt hingewiesen, war aber bei Landwirtschafts- und Innenministerium auf weitgehend taube Ohren gestoßen. Nach den katastrophalen Wald- und Feldbränden im Jahr 2018 drängt die SPD-Landtagsfraktion mit einem eigenen Konzept auf ein Umdenken der Ministerien (Anlage).

SPD-Forderungen zu Vegetationsbränden

Erben: „Die Feuerwehren Sachsen-Anhalts haben in den letzten Jahren mit großem Einsatz dramatisch viele und große Waldbrände bekämpft. Dafür sind sie jedoch nicht optimal ausgerüstet. Die Beschaffung von geländegängigen Tanklöschfahrzeugen durch das Land Sachsen-Anhalt ist da ein erster Anfang, aber längst nicht ausreichend. Beim Schutz unserer Wälder vor Bränden ist Vorsorge das A und O. Waldwege, die von Feuerwehr-fahrzeugen nicht mehr befahren werden können, verlandende Löschwasserteiche und versandende Brunnen gefährden die Wälder in Sachsen-Anhalt und begünstigen, dass kleine Waldbrände zu Katastrophen werden können. Hier sind die Waldbesitzer genauso in der Pflicht wie das Landwirtschaftsministerium. Die Waldbesitzer müssen mehr für den Schutz ihrer Wälder tun und das Ministerium muss wieder mit Fördermitteln dabei unterstützen."

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