Rettungsdienst im Burgenlandkreis

Erben/Weiß: 24/7-Rettungswache in Gostau ist für ein sicheres Leben in der Stadt Lützen unbedingt notwendig, deshalb müssen die Kostenträger einlenken

Am heutigen Donnerstagabend hat sich der Innenausschuss des Kreistages mit der 3. Satzung zur Änderung der Satzung über den Rettungsdienstbereichsplan des Burgenlandkreises befasst und sollte diese eigentlich dem Kreistag zur Beschlussfassung empfehlen.


Der Entwurf enthält verschiedene Änderungen bei der Vorhaltung von Rettungsmitteln zur besseren Erfüllung der Hilfsfristen im Burgenlandkreis. Die Änderungen sollen am 01.01.2020 in Kraft treten. Die wichtigste geplante Neuregelung entspricht einer Forderung der SPD-Kreistagsfraktion, wonach die Rettungswache im Lützener Ortsteil Gostau jetzt rund um die Uhr mit einem RTW besetzt wird. Bislang ist das täglich nur von 7 bis 19 Uhr der Fall.

Zum Beginn der Sitzung trug die Kreisverwaltung jedoch vor, dass die Krankenkassen in der jüngsten Sitzung des Rettungsdienstbeirates ihre Zustimmung zu der Änderung verweigert haben.

Rüdiger Erben, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion und Uwe Weiß, SPD-Kreistagsmitglied und Bürgermeister der Stadt Lützen bleiben jedoch bei ihrer Auffassung, dass dieser Aufwuchs dringend notwendig ist. Sie begrüßen es deshalb auch, dass die Kreisverwaltung mit einem Gutachten einen neuen Anlauf nimmt, um weitere Fakten in die Waagschale zu legen.

 

Erben: „Wir wollen diese Weiterentwicklung. Bis zur Einrichtung der neuen Rettungswache im Frühjahr 2018 konnten die Hilfsfristen in Teilen der Stadt Lützen oft nicht eingehalten werden. Doch in den Abend- und Nachtstunden sind einzelne Lützener Ortsteile von Weißenfels in 12 Minuten nicht zu erreichen.“

 

Weiß: „Wir setzen uns nicht nur dafür ein, dass die Außenstelle in Gostau erhalten bleibt. Sie muss auch 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche besetzt sein. Dazu wird es einer besseren Unterbringung in Gostau bedürfen. Die Stadt Lützen wird als Vermieter dafür sorgen.“

 

Hintergrund:
In der Nacht zum Ostersonntag 2018 übernahm der Malteser Hilfsdienst für den Bereich Weißenfels den Rettungsdienst. Die kurzfristige Neuerteilung der Konzessionen durch den Kreistag war notwendig geworden, nachdem der Verwalter der insolventen Rettungsdienst Burgenlandkreis gGmbH, einer Tochtergesellschaft der DRK-Kreisverbände Weißenfels und Naumburg/Nebra, wenige Wochen zuvor erklärt hatte, den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft zum 31.03.2018 einzustellen und damit für den Bereich Naumburg ab Ostersonntag kein Rettungsdienst mehr gewährleistet gewesen wäre. Im Zusammenhang mit der Neustrukturierung des Rettungsdienstes im Burgenlandkreis wurde auch im Lützener Ortsteil Gostau eine neue Rettungswache eingerichtet. Diese war bislang täglich von 7 bis 19 Uhr besetzt.

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