Lärmschutz an der A9

Pörsten erhält zusätzlichen Lärmschutz an der Autobahnbrücke

Vor einem Jahr wandten sich Bürger aus Pörsten gemeinsam mit dem Rippacher Ortsbürgermeister Hans-Joachim Fuhrmann (SPD) an den Weißenfelser Landtagsabgeordneten Rüdiger Erben. Sie beklagten sich über den immensen Verkehrslärm, der von der Pörstentalbrücke der A 9 ausgeht.

Nachdem das Bundesverkehrsministerium (BMVI) in einer schalltechnischen Untersuchung die Notwendigkeit von Lärmschutzmaßnahmen an der Pörstentalbrücke festgestellt hat, wurde die Landesstraßenbaubehörde des Landes Sachsen-Anhalt (LSBB) beauftragt, Planungsunterlagen anzufertigen.

Anfang Oktober fragte Rüdiger Erben bei dem zuständigen Landesministerium für Verkehr nach dem Stand der Planungen. Laut Antwort des Ministeriums werden sowohl aktive als auch passive Lärmschutzmaßnahmen geplant. Zum einen wird eine Lärmschutzwand in einer max. Höhe von 7,5 m über Gradiente bzw. 6,0 m über Gradiente auf dem Brückenbauwerk errichtet. Und zum anderen wird es passive Lärmschutzmaßnahmen zum Beispiel in Form von Schallschutzfenstern im Bereich Pörsten (Feldmühle) geben. Da die Kosten auf ca. 3,5 Millionen Euro geschätzt werden, müssen verschiedene Planungsschritte eingehalten werden.

Geplant ist den Vorentwurf bis Jahresende 2019 seitens des LSBB fertigzustellen. Danach erfolgt die Übergabe des Entwurfs an das BMVI zur Prüfung. Zum Erlangen des Baurechts wird das BMVI dann ein Planfeststellungsverfahren einleiten. Wann mit der Realisierung dieses Projektes begonnen wird, darüber kann das Landesverkehrsministerium keine konkreten Angaben machen. Aber es wird an einer schnellstmöglichen Umsetzung der Maßnahme gearbeitet.

Erben: „Für die Anwohner aus Pörsten ist es eine gute Nachricht, dass der LSBB an einer zügigen Umsetzung der Lärmschutzmaßnahmen arbeitet. Ich hoffe, dass das Planfeststellungsverfahren schnell eingeleitet wird und Baurecht entsteht. Damit die Bürger endlich wieder ein bisschen mehr Ruhe haben.“

Fuhrmann: „Ich freue mich für die betroffenen Einwohner aus Pörsten. Seit Jahren kämpfen wir für eine Verbesserung des Lärmschutzes. Und jetzt können wir definitiv sagen, die Lärmschutzwand kommt, und zusätzlich für die am stärksten, lärmbetroffenen Bürger Lärmschutzfenster. Das ist großartig!“

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