Altreifenlager Borau

Erben: Es kam wie es kommen musste und am Ende ist die Feuerwehr der Ausputzer

In der Nacht vom 31.01. zum 01.02.2020 mussten zahlreiche Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren zu Bekämpfung eines Großbrandes in den Weißenfelser Ortsteil Borau ausrücken. Dort brannte ein Reifenlager, in welchem seit Jahren mehr als 1000 Tonnen Altreifen illegal lagern.

Der Weißenfelser SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben hat seit Jahren auf die Zustände hingewiesen und vor den Brandgefahren gewarnt, die von der Ablagerung ausgehen.

Schon 2015 erklärte der damalige Umweltminister Aeikens (CDU), dass von den Altreifen keine „akute Gefahr“ ausgehen würde und man deshalb eine Beräumung nicht vornehmen würde.

Auch die neue Umweltministerin Dalbert (Bündnis90/Die Grünen) wiegelte weiter ab. Mit gleich mehreren parlamentarischen Anfragen machte Erben auch hier Druck (Anlagen 01 bis 03). Die Antwort war immer die gleiche. Man verharmloste die Gefahren und verwies auf nachgeordnete Behörden. Schließlich verweigerte Dalbert im Sommer 2017 die Hilfe für den Burgenlandkreis, obwohl man zuvor ein Altreifenlager in Altensalzwedel mit Landesmitteln beräumt hatte (Anlage 04).

Für Erben bestätigen sich nun seine Befürchtungen, die er jahrelange versucht hat, den Verantwortlichen nahezubringen.

Erben: „Ich sehe viele Parallelen zu den illegalen Abfallablagerungen in Naundorf. Die Gefahren werden ignoriert und irgendwann brennt es. Auch in Borau kam es nun wie es kommen musste und es sind die ehrenamtlichen Kameraden, die sich den Gefahren aussetzen müssen. Ich erwarte, dass sich das Umweltministerium jetzt zügig um das bekannte Problem kümmert.“

Anlage 01 - d1000sak

Anlage 02 - d1151sak

Anlage 03 - d1415sak

Anlage 04 - Reifenlager Borau

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben