Strukturwandel

Erben: Nach Jahrzehnten des Verfalls könnte sich an der historischen Schachtanlage Paul II Positives tun

An der Bundesstraße B 91 zwischen Naundorf und Theißen, ist der letzte sichtbare Zeuge des Braunkohlentiefbaus im Zeitz-Weißenfelser Revier zu finden: die Schachtanlage Paul II. Sie wurde ab 1860 betrieben. Endgültig eingestellt wurden die Kohleförderung und der Entwässerungsbetrieb – und damit auch die Tiefbauförderung im Zeitz-Weißenfelser Revier – in den Jahren 1959/1960. Die Schachtanlage „Paul II“ wurde bereits 1962 in die Denkmalliste aufgenommen. Bis heute ist schon von weitem der historische Förderturm zu sehen. Doch Förderturm und Revierhaus sind leider nur noch Ruinen.

Der Weißenfelser SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben macht seit einiger Zeit Druck bei Landesregierung und Behörden, will Verantwortlichkeiten für die Gefahrenabwehr und auch für die Erhaltung des Denkmals klären lassen. Seit heute liegen ihm weitere Informationen vor (siehe Anlage). Danach hat der verantwortliche bundeseigene Bergbausanierer LMBV nun endlich die Unterlagen für die notwendigen Sicherungs- und Verwahrungsmaßnahmen bei dem Landesamt für Geologie und Bergwesen vorgelegt, da das Denkmal erst saniert werden kann, wenn die umliegenden unterirdischen Grubenbaue gesichert worden sind.

Erst dann besteht nach Aussage der Landesregierung die Möglichkeit, dass konkrete Schritte unternommen werden, die historische Schachtanlage als Denkmal zu sanieren.

Erben ist froh, dass jetzt zumindest etwas in Bewegung geraten ist, nachdem es jahrzehntelang nur Verfall gab: „Jetzt ist es wichtig, dass die Sicherung der Grubenbaue nicht auf die lange Bank geschoben wird. Wichtig ist, dass die Möglichkeiten des Strukturstärkungsgesetzes dann genutzt werden können, diesen letzten Sachzeugen des Tiefbaus im Zeitz-Weißenfelser Revier für zukünftige Generationen zu erhalten.“

Antwort KA Paul (II)

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