Illegale Graffiti in Weißenfels

Erben: Wenn auch begrenzt, aber die Fußballclubs haben schon Einfluss auf ihre Anhänger

Heute berichtet die Mitteldeutsche Zeitung in ihrer Weißenfelser Ausgabe unter Überschrift „Angeschmiert“ über großflächige Graffiti-Schmierereien an der Leißlinger Fährbrücke

Wahrscheinlich sind es hunderte Graffiti-Schmierereien mit Fußball-Bezug, die seit 2019 zunehmend das Erscheinungsbild von Weißenfels und seiner Ortsteile „verschönern“. Wer mit offenen Augen seit letztem Jahr durch das Stadtgebiet ging, dem sind sicher die zahlreichen illegalen Graffiti mit Bezug zu sog. Traditionsvereinen des ostdeutschen Fußballs aufgefallen. In der Masse sind dies Graffiti mit Bezug zum Drittligisten Hallescher FC und zum Regionalligisten BSG Chemie Leipzig, vereinzelt auch zum Drittligisten FC Carl Zeiss Jena. Zwischen den Graffitis mit Bezug zu den beiden ersteren Vereinen hat sich Ende 2019 und Anfang 2020 ein „Überbietungswettbewerb“ im Stadtgebiet entwickelt, den die HFC-Anhänger mittlerweile für sich entschieden haben. In anderen vergleichbaren Städten Sachsen-Anhalt ist dies so nicht wahrzunehmen.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für den Weißenfelser SPD-Landtagsabgeordneten Rüdiger Erben war dies bereits im Januar 2020 Anlass, die Erkenntnisse der Behörden dazu abzufragen (siehe Anlage 01). Die Behörden haben demnach keine Erklärungsansätze für die Entwicklung in Weißenfels. Erben hatte schon damals erklärt, dass ihm das Achselzucken der Behörden nicht ausreiche.

In der heutigen Ausgabe der MZ stimmt nun der HFC-Pressesprecher in den „da kann man nichts machen“-Chor ein. Das war für Erben Anlass, sich mit einem dringenden Appel an den HFC-Präsidenten Jens Rauschenbach zu wenden (siehe Anlage 02).

Erben: „Ich weiß natürlich, dass die Einflussmöglichkeiten eines Fußballclubs auf Anhänger, deren Identität nicht bekannt ist, sehr begrenzt ist. Trotzdem finde ich, dass es sich der Pressesprecher des HFC etwas einfach macht. Es sollte zumindest der Versuch unternommen werden, den Anhängern klar zu machen, dass Ihr Agieren dem Ansehen des HFC in der Region nachhaltig schadet. Die Möglichkeiten des HFC und seiner Fan-Arbeit sind vielfältig und bieten viel eher Gewähr, dass man die Personen mit den entsprechenden Botschaften erreicht. Ich habe deshalb den dringenden Appell an den HFC-Präsidenten gerichtet, die Möglichkeiten des HFC und seines Umfeldes zu nutzen und auf die unbekannten Täter einzuwirken.“

https://ruediger-erben.de/wp-content/uploads/2020/06/HFC-Graffiti-Weißenfels-19.06.2020_.pdf

https://ruediger-erben.de/wp-content/uploads/2020/06/d5774sak-Anlage-01.pdf

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