„Querdenken“-Demonstration in BerlinSommertour

Erben: Das angebliche „Fest des Friedens & der Freiheit“ endet mit einer versuchten Erstürmung des Reichstagsgebäudes

In ihren Samstagsausgabe berichten Naumburger Tageblatt und MZ Weißenfels unter der Überschrift „Ziel ist die Berlin-Demo“ umfangreich über die Vorbereitung von Naumburger Aktivisten auf die „Querdenken“-Demonstration. Nach deren Auffassung werde die Versammlung eine ruhige und friedliche Demonstration werden, bei der man sich mit Toleranz begegnen werden.

Tatsächlich kam es am Samstag in Berlin ganz anders. Massenhaft verstießen die Teilnehmer gegen die Auflagen der Polizei, überall wurden die Fahnen der Deutschen Reichs geschwenkt und als Höhepunkt versuchten Reichsbürger, die zuvor zahlreich an der Versammlung teilgenommen hatten, das Reichstagsgebäude zu erstürmen.

Hierzu erklärt der Weißenfelser SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben: „Im Internet rufen Rechtsradikale seit Tagen zum „Sturm auf Berlin“ auf und in der hiesigen Lokalzeitung versuchen die Aktivisten den Lesern zu erzählen, dass man zu einem „Fest des Friedens & der Freiheit“ fahre. Dummerweise endet das „Fest“ mit einer versuchten Erstürmung des Reichstagsgebäudes. Nicht alle Demonstranten in Berlin mögen Nazis sein. Aber dort demonstrieren Leute, denen es lieber ist, mit Nazis zu marschieren, als im Supermarkt oder im Bus eine Maske zu tragen.“

Für absolut unglaubwürdig hält Erben zudem die Ankündigung der Naumburger Aktivisten, mit Politikern, die nicht ihrer Meinung sind, ins Gespräch kommen zu wollen.

"Ich hatte diese Frage bereits im Mai positiv beantwortet. Meine Bereitschaft wurde über drei Monate ignoriert. Stattdessen habe ich am 1.August mit eigenen Augen gesehen, wie auf dem Hallenser Markt während der Kundgebung des Neonazis Sven Liebich die Naumburger Stadtfahnen geschwenkt wurden."

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