Lärmschutz an der A9

Erben: Pörsten erhält zusätzlichen Lärmschutz an der Autobahnbrücke, doch die Planung muss jetzt auch zügig vorangehen

Vor zwei Jahren wandten sich Bürger aus Pörsten gemeinsam mit dem Rippacher Ortsbürgermeister Hans-Joachim Fuhrmann (SPD) an den Weißenfelser Landtagsabgeordneten Rüdiger Erben. Sie beklagten sich über den immensen Verkehrslärm, der von der Pörstentalbrücke der A 9 ausgeht.

Nachdem das Bundesverkehrsministerium (BMVI) in einer schalltechnischen Untersuchung die Notwendigkeit von Lärmschutzmaßnahmen an der Pörstentalbrücke festgestellt hat, wurde die Landesstraßenbaubehörde des Landes Sachsen-Anhalt (LSBB) beauftragt, Planungsunterlagen anzufertigen.

Nun schon seit fast zwei Jahren arbeitet die LSBB an den Planungen. Dabei ist schon geraume Zeit klar, was grundsätzlich geplant ist. Es sind sowohl aktive als auch passive Lärmschutzmaßnahmen geplant. Zum einen wird eine Lärmschutzwand in einer max. Höhe von 7,5 m über Gradiente bzw. 6,0 m über Gradiente auf dem Brückenbauwerk errichtet. Und zum anderen wird es passive Lärmschutzmaßnahmen zum Beispiel in Form von Schallschutzfenstern im Bereich Pörsten (Feldmühle) geben. Da die Kosten auf ca. 3,5 Millionen Euro geschätzt werden, müssen verschiedene Planungsschritte eingehalten werden.

Da der sog. Vorentwurf seitens des LSBB noch immer nicht vorlag, wandte sich Rüdiger Erben erneut an Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU). Der Abgeordnete verwies darauf, dass die Betroffenen berechtigterweise ungeduldig werden. Webel hat nun in der letzten Woche schriftlich erklärt, dass noch im IV.Quartal 2020 der Entwurf fertiggestellt und dem BMVI zur Prüfung vorgelegt wird.

Erben: „So schön es ist, dass wir vor zwei Jahren erreichen konnten, dass Pörsten einen zusätzlichen Lärmschutz erhält, umso mehr kann ich die Ungeduld im Dorf verstehen, dass die Planungen auch vorangetrieben werden. Ich erwarte, dass jetzt auch mal Termine eingehalten werden. Noch ist die Landesbehörde für den Autobahnbau zuständig und muss diese Aufgabe im Interesse der lärmgeplagten Menschen an den Autobahnen in Sachsen-Anhalt auch wahrnehmen.“

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