Kriminalitätsentwicklung in Sachsen-Anhalt

Erben: Die Statistik zeigt in vielerlei Hinsicht deutlich die Auswirkungen der Corona-Krise

Heute hat Innenminister Michael Richter (CDU) die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2020 für Sachsen-Anhalt vorgestellt. Sie zeigt deutliche Einflüsse der Corona-Krise. Einerseits nehmen Wohnungseinbrüche und Ladendiebstähle ab, andererseits steigen die Zahlen häuslicher Gewalt. Bei all diesen Entwicklung liegt ein Zusammenhang mit der Corona-Krise auf der Hand. Zugleich sinkt die Aufklärungsquote auf 54,1 %.

Bereits im Vorfeld der PKS-Veröffentlichung hatte der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Rüdiger Erben, darauf verwiesen, dass die PKS kein ausreichender Indikator für die Sicherheitslage in Sachsen-Anhalt mehr sei und eine sog. „Dunkelfeldstudie“ zur Kriminalität in Sachsen-Anhalt nach dem Vorbild von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern gefordert.

Zur heute vorgelegten PKS erklärt Erben: „Weniger Wohnungseinbrüche und Ladendiebstähle waren zu erwarten, denn es fehlte den Kriminellen an Tatgelegenheiten. Doch die Steigerung der Einbrüche in Keller, Garagen und Gartenlauben zeigen deutlich, dass das Problem der Beschaffungskriminalität nicht verschwunden ist. Gerade in den Städten muss hierauf ein noch stärkerer Fokus liegen. Sorgen muss auch das nochmalige Absinken der Aufklärungsquote auf 54,1 % machen. Vor zehn Jahren lag diese noch bei 58,3 %.“

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