Strukturwandel

Erben: Hoffentlich merken Laschet und Haseloff, wie schlecht die Stimmung im Mitteldeutschen Revier ist

Am heutigen Sonnabend weilen CDU-Chef Armin Laschet und Ministerpräsident Reiner Haseloff zum gemeinsamen Wahlkampfauftritt im Tagebau Profen des Bergbauunternehmens MIBRAG im Burgenlandkreis.

Zu dem Auftritt der beiden wahlkämpfenden Ministerpräsidenten erklärt der Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben, Mitglied des SPD-Landesvorstands und Kreisvorsitzender im Burgenlandkreis: „Vermutlich werden die beiden Wahlkämpfer kaum auf einfache Kumpel und erst recht nicht auf Einwohnerinnen und Einwohner im Kernrevier treffen. Anderenfalls würden sie merken, wie schlecht die Stimmung im Kernrevier ist. Denn niemand kann den Kumpeln erklären, warum sie mit ihren Arbeitsplätzen dafür bezahlen sollen, damit der Naumburger Dom oder das Wörlitzer Gartenreich aufgehübscht werden und in Bad Kösen eine Ortsumgehung finanziert wird, während die Menschen in Deuben auf einen Baubeginn ihrer Ortsumgehung in 2035 vertröstet werden. Die Weichen für diese fatalen Entscheidungen wurden nicht im fernen Berlin gestellt. Es sind Maßnahmen, die von der Staatskanzlei des Ministerpräsidenten Haseloff vorangetrieben worden sind.“

Zugleich fordert der SPD-Politiker, dass es nach den Landtagswahlen eine grundlegende Neuausrichtung des Strukturwandels in Sachsen-Anhalt gibt: „Im Zentrum muss die Schaffung neuer und gut bezahlter Arbeitsplätze stehen. Dazu ist die Revitalisierung von Alt-Industriestandorten genauso wichtig, wie die Erschließung neuer Gewerbefläche. Die Verkehrsprojekte im Kernrevier und nicht irgendwo im riesigen Fördergebiet sind entschlossen voranzutreiben. Es muss Schluss damit sein, die Projekte vorne anzustellen, die man in der Staatskanzlei schon immer mal gern machen wollte.“

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