Schulentwicklungsplanung des Burgenlandkreises für die Schuljahre 2022/23 bis 2027/2028

Erben: Wir wollen für das Fortbestehen des Gymnasiums Hohenmölsen nicht auf die Gnade einer Behörde angewiesen sein

Schwerpunkt der Klausurtagung der SPD-Kreistagsfraktion in dieser Woche war neben dem Kreishaushalt die anstehende Schulentwicklungsplanung des Burgenlandkreises für die Schuljahre 2022/23 bis 2027/2028.

Zu erörtern hatten die Sozialdemokraten v.a. zwei Einzelfragen: Inwieweit ist die Neubildung einer Grundschule im Teucherner Ortsteil Plotha realistisch? Wie kann der Fortbestand des Agricola-Gymnasiums Hohenmölsen als eigenständige Schule gesichert werden? Hinsichtlich des von der Stadt Teuchern angestrebten neuen Grundschul-standortes in Plotha hat die zweitstärkste Kreistagsfraktion ihr Abstimmungsverhalten noch nicht festgelegt. Stattdessen hat sie noch eine Reihe von Fragen, zu denen sie die Stadt Teuchern und die wegen der Grundschule Leiß-
ling hauptbetroffenen Stadt Weißenfels um Stellungnahme bittet. Nach Vorliegen dieser Stellungnahmen wird die SPD-Fraktion abschließend ihre Haltung festlegen.

Anders liegt es bei der Forderung nach einem Fortbestand des Agricola-Gymnasiums Hohenmölsen als eigenständige Schule. Wegen zu geringer Schülerzahlen sieht der Entwurf der Kreisverwaltung vor, Ausnahmegenehmigungen bei Landesschulamt zu beantragen und einzelne Klassenstufen nur in Kooperation mit dem Goethe-Gymnasium Weißenfels zu betreiben. Das lehnen die Sozialdemokraten ab. Stattdessen verlangen sie, dass Bildungsministerin Feußner (CDU) kurzfristig die Schulentwicklungsplanungsverordnung so anpasst, dass Gymnasien auch mit 50 Schülern (oder gering-fügig darunter) pro Jahrgang eigenständig geführt werden können. Das haben CDU, SPD und FDP erst jüngst in ihrem Koalitionsvertrag so vereinbart.

Für den Fraktionsvorsitzenden Rüdiger Erben ist der Umgang mit dem Gymnasium Hohenmölsen
eine sehr grundsätzliche Frage:

Wir wollen nicht auf die Gnade des Landesschulamtes angewiesen sein. Damit wir als Kreistag keine Bittsteller sind und das Gymnasium Hohenmölsen nicht irgendwann ein Anhängsel von Weißenfels oder Zeitz ist, haben wir die Änderung der Verordnung in den Koalitionsvertrag verhandelt. Wir verlangen jetzt Vertragstreue von Ministerin Feußner.

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