Institut für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge

Erben: Abbau der Rückstände bei der Aus- und Fortbildung der Feuerwehrleute wird eine große Herausforderung

Alle Bildungseinrichtungen sind durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie stark eingeschränkt. Das für die Aus- und Fortbildung der Angehörigen der Feuerwehr zuständige landeseigene Institut für Brand- und Katastrophenschutz (IBK) ist dabei besonders betroffen. Das zeigen die Zahlen für die „Corona-Jahre“ 2020 und 2021, die dem innenpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Rüdiger Erben seit Freitag dieser Woche vorliegen (siehe Anlage).

Für die Kamerad:innen in den Freiwilligen Feuerwehren waren 2020 und 2021 insgesamt 414 Lehrgänge mit 6.640 Lehrgangsteilnehmenden geplant. Aufgrund von Einschränkungen der Corona-Pandemie wurden hiervon insgesamt 152 Lehrgänge für Freiwillige Feuerwehren abgesagt, wovon 3.768 Lehrgangsteilnehmende betroffen waren. Innenministerin Zieschang (CDU) betont in ihrer Antwort, dass „dem Erhalt der Funktionsfähigkeit der Feuerwehren (…) dadurch Rechnung getragen (wurde), dass für bestimmte Funktionen die Frist zur Absolvierung von erforderlichen Lehrgängen verlängert wurde“.

Nach Auffassung des Innenpolitikers zeigen die Zahlen überdeutlich, wie wichtig es ist, jetzt die Weichen zu stellen, damit nach der Pandemie die dramatischen Rückstände aufgeholt werden können. Wenn das nicht geschehe, fürchte er um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren wegen fehlender Führungskräfte. Aus seiner Sicht reiche es nicht, dass man für die Führungskräfte einen Corona-Bonus ausgebe, damit diese ihr Ehrenamt auch ohne das Absolvieren der sonst notwendigen Lehrgänge ausüben können.

Erben hat deshalb eine Reihe von Forderungen für die nächsten Monate und Jahre:

„In einigen Monaten wird ein fast normaler Betrieb in der Aus- und Fortbildung wieder möglich sein. Dann muss zunächst der Schwerpunkt des Angebots bei den systemrelevanten Lehrgängen für Führungskräfte und Spezialisten liegen. Darüber hinaus dürfen die Übernachtungskapazitäten an der Schule keine begrenzende Größe sein, nötigenfalls sind Lehrgangsteilnehmer:innen in Hotels und Pensionen unterzubringen. Zudem soll sich intensiv darum bemüht werden, dass nebenamtliche Fachlehrer:innen unter den feuerwehrtechnischen Beamten der Kommunen gewonnen und Fachlehrer:innen im Ruhestand reaktiviert werden.“

 

Anlage - KA 8_314

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