Braunkohlesanierung

Weißenfels, 4. März 2022

 

Erben: Nach Jahrzehnten des Verfalls wird bis 2027 die historische Schachtanlage Paul II saniert, ohne Mittel aus dem Strukturwandel abzuzweigen

 

Etwas abseits der Bundesstraße B 91 zwischen Naundorf und Theißen, ist der letzte sichtbare Zeuge des Braunkohlentiefbaus im Zeitz-Weißenfelser Revier zu finden: die Schachtanlage Paul II. Sie wurde ab 1860 betrieben. Endgültig eingestellt wurden die Kohleförderung und der Entwässerungsbetrieb und damit auch die Tiefbauförderung im Zeitz-Weißenfelser Revier in den Jahren 1959/1960. Die Schachtanlage „Paul II“ wurde bereits 1962 in die Denkmalliste aufgenommen. Bis heute ist schon von weitem der historische Förderturm zu sehen. Doch Förderturm und Revierhaus sind leider nur noch Ruinen.

Der Weißenfelser SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben engagiert sich seit Jahren bei der Landesregierung und dem verantwortlichen bundeseigene Bergbausanierer LMBV dafür, dass die unterirdischen Grubenbau und die denkmalgeschützte Schachtanlage gesichert und saniert werden.

Zuletzt waren Befürchtungen laut geworden, dass für die Maßnahmen an Paul II, Mittel aus dem Strukturwandel abgezweigt werden können. Für Erben war das Anlass, die Finanzierung und die aktuelle Zeitplanung offiziell zu erfragen. Die Antwort der Landesregierung liegt seit gestern vor (siehe Anlage).

Danach bleibt es dabei, dass die Sanierung aus Mittel der Braunkohlesanierung des DDR-Altbergbaus erfolgt und nicht zu Lasten der Maßnahmen aus dem Strukturwandel gehen wird. Zugleich wurden die Jahresscheiben für die einzelnen Sanierungsschritte präzisiert. Danach wird der Hauptteil der Maßnahmen über die nächsten fünf Jahre erfolgen.

Erben ist froh, dass die Dinge in Bewegung geraten sind, nachdem es jahrzehntelang nur Verfall gab:

Jetzt ist es wichtig, dass die Sicherung der Grubenbaue als Voraussetzung für die Sanierung der Schachtanlage erfolgt. Wichtig war mir auch, dass die Maßnahme nicht dazu führt, dass Mittel des Strukturwandels abgezweigt werden, denn die Sicherung ist eine Altlast des DDR-Bergbaus und hat nichts mit dem Kohleausstieg zu tun. Mein Ziel ist es, diesen letzten Sachzeugen des Tiefbaus im Zeitz-
Weißenfelser Revier für zukünftige Generationen zu erhalten.

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