Solarparks auf Ackerflächen

Weißenfels, 20.Juni 2022

 

Erben: Kreistag soll Vorgaben für die Regionalplanung machen


Bereits vor zwei Wochen hatten sich die Sozialdemokraten im Burgenlandkreis darauf verständigt, dass man gemeinsam verhindern wolle, dass im Burgenlandkreis auf Ackerflächen Solarparks entstehen. Das Ackerland im Burgenlandkreis sei zu wertvoll, um mit Solaranlagen zugestellt zu werden. Im Burgenlandkreis stünden zudem noch zahlreiche Industriebrachen, Konversionsflächen und Bergbaufolgelandschaften für Solarparks zur Verfügung.

Am Montagabend hat nun die SPD-Kreistagsfraktion beschlossen, schon für die nächste Kreistagssitzung im Juli einen Antrag für die Regionalplanung einzubringen (siehe Anlage).

Mit diesem Antrag wolle man erreichen, dass der Burgenlandkreis in den Gremien der Regionalen Planungsgemeinschaft Halle im Rahmen der Regionalplanung darauf hinzuwirkt, dass PV-Freiflächen-anlagen auf militärische und wirtschaftliche Konversionsflächen sowie Gebiete mit Vergütungsregelungen gemäß EEG (z.B. Flächen an Autobahnen oder Eisenbahnstrecken) begrenzt werden.

Wegen der vermehrten Ansinnen, Ackerland zu Solarparks zu machen ist es laut Rüdiger Erben, Vorsitzender der Kreistagsfraktion, jetzt notwendig auch auf Ebene der Regionalplanung Vorgaben zu machen:

Die Konkurrenz zwischen Nahrungsmittelproduktion auf den Ackerflächen und der Nutzung für Solarparks müssen wir gar nicht erst aufmachen. Es gibt im Burgenlandkreis genügend geeignete Flächen für Photovoltaik-Anlagen. Durch die Bergbaufolgelandschaften kommen in den nächsten Jahren noch zahlreiche weitere nutzbare Flächen hinzu. Deshalb lehnen wir das Ausweisen von Flächen für Solarparks auf Ackerflächen so lange ab, wie im Burgenlandkreis noch Brachflächen oder Bergbaufolgelandschaften für diese zur Verfügung stehen.

 

Antrag PV-Freiflächenanlagen Regionalplanung

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben