Katastrophenschutz im Burgenlandkreis

Weißenfels, 29.Oktober 2022

 

Erben: „Das THW ist gut ausgerüstet und ausgebildet,
es muss aber auch (an)gefordert werden“

 

Am heutigen Samstag führte das Technische Hilfswerk (THW) in Laucha (Burgenlandkreis) eine Großübung mit 120 Einsatzkräften aus acht Ortsverbänden aus Sachsen-Anhalt durch. Unter Feder-führung des THW-Ortsverbandes Weißenfels wurde die Bewältigung der Folgen eines Tornados geübt. Die übenden Ortsverbände zeigen, was sie zur Bewältigung einer solchen Schadenslage beitragen können und wie hervorragend sie hierfür ausgebildet und ausgerüstet sind.

Nach Auffassung des innenpolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion, Rüdiger Erben, werden die Fähigkeiten des THW viel zu selten von den kommunalen Behörden angefordert. Er betonte bei einem Besuch der Übung am Samstagnachmittag, dass das THW viel stärker in das System der Gefahrenabwehr in Sachsen-Anhalt einbezogen werden könne als das bislang der Fall ist. Schließlich habe die Bundesanstalt THW in allen Landkreisen und kreisfreien Städten in Sachsen-Anhalt mindestens einen Ortsverband mit einem entsprechenden Standort. Im Burgenlandkreis gebe es mit Weißenfels und Naumburg gleich zwei Ortsverbände.

Erben: „Leider nutzen Landes- und Kommunalbehörden das THW viel zu selten. Die Helfer des THW sind hervorragend ausgebildet, hoch motiviert und mittlerweile technisch sehr gut ausgestattet. Das kann am besten für die Sicherheit der Menschen in unserem Land eingesetzt werden, wenn man diese Ressourcen auch nutzt. Während es beispielsweise in Bayern gang und gäbe ist, dass das THW mit seinen besonderen Fähigkeiten in den Einsatz gerufen wird, ist dies in Sachsen-Anhalt und auch im Burgenlandkreis unterhalb des Katastrophenfalles nur höchst selten der Fall. Das muss sich ändern, auch um die Motivation der THW-Helferinnen und Helfer aufrecht zu erhalten.“

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